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Worüber wir zusätzlich informieren

Aufgrund ungenügender Sexualaufklärung verhüten 8 % der jungen Mädchen beim ersten Geschlechtsverkehr nicht. Jedes Jahr werden etwa 2.000 Mädchen vor ihrem 20. Lebensjahr in Österreich meist ungewollt schwanger. Im Jahr 2013 waren zehn Mädchen jünger als 15 bei der Geburt des ersten Kindes.

Darüber hinaus nehmen auch Infektionen durch sexuell übertragbare Bakterien und Viren zu. Auch eine spätere Kinderlosigkeit kann durch eine ungenügend therapierte oder nicht erkannte genitale (vaginale) Infektion entstehen.

Da die erste Blutung (Menarche) heutzutage sehr früh eintritt, werden junge Mädchen bereits sehr früh geschlechtsreif.

Die Mischung aus vielen Informationen zum Thema Sexualität in den Medien, Halbwissen und Beziehungssehnsucht hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren immer mehr sehr junge Mädchen sexuelle Kontakte aufnehmen. Dies beinhaltet die Gefahr, dass gravierende gesundheitliche Schäden mit Konsequenzen für den gesamten Lebensentwurf entstehen.

Daher sehen wir einen zentralen Aufklärungs- und Beratungsbedarf insbesondere für junge Mädchen und Burschen. Dabei sollte die Verhütungsberatung an die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden und sowohl die Sexualberatung im Allgemeinen als auch eine methodenspezifische Kontrazeptionsberatung umfassen.

Die First Love Ambulanz bietet eine ideale Ergänzung zum Sexualkundeunterricht in der Schule. Die fachliche Kompetenz, Neutralität und professionelle Distanz der Frauenärztinnen und –ärzte sind hier wesentlich, um nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern um auch die dahinterstehende Frage „Ist das alles normal, was ich an mir beobachte?“ kompetent zu beantworten sowie die mit diesen Themen oft verbundenen Reaktionen wie Ekel, Scham, oder Sorge abzufangen.

Diese Beratungsgespräche sollten idealerweise im Vorfeld sexueller Beziehungen stattfinden, also möglichst vor der ersten Pillenverschreibung.