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Pubertät und Pubertätsstörungen

Die Pubertät ist der Zeitraum, in dem der physische und psychische Übergang vom Mädchen zur Frau erfolgt. Diese Zeit ist (für alle Beteiligten) häufig schwierig, nicht nur aufgrund der körperlichen Veränderungen, sondern auch wegen des "Abnabelungs-" und "Selbstfindungsprozesses" der jungen Frau.

Viele Mädchen und Eltern stellen sich die Frage: Was ist normal? Und wann sollte man einen Spezialisten aufsuchen?

Stimulierende Hormone, die im Gehirn freigesetzt werden, wirken auf die Eierstöcke, wo sie die Reifung der bereits bei der Geburt angelegten Eibläschen (Follikel) fördern, die in steigenden Mengen Östrogene produzieren.

Die steigenden Östrogenspiegel führen zu einem Wachstum der Brüste (Thelarche) und der übrigen Geschlechtsorgane der Frau (Gebärmutter, Eileiter etc.). Gleichzeitig oder etwas später setzt auch bei der Frau die Produktion männlicher Geschlechtshormone ein, die für das Wachstum der Scham- und Achselbehaarung verantwortlich ist (Pubarche).

Viele Mädchen leiden zu dieser Zeit auch unter Akne und fettigen Haaren. In den Jahren vor der ersten Periodenblutung kommt es dann zu einem typischen Wachstumsschub. Die Mädchen wachsen in dieser Zeit bis zu 8 cm im Jahr. Schließlich erfolgt der erste Eisprung, dem nach etwa 2 Wochen die erste Periodenblutung (Menarche) folgt.

Meist tritt die erste Regelblutung bis zum Alter von 16 Jahren auf. Die Blutungen sind im ersten Jahr nach der Menarche oft unregelmäßig.

Tritt bis zum 16. Geburtstag keine Blutung ein,  fällt eine sehr frühe oder verzögerte Entwicklung der Geschlechtsmerkmale auf oder kommt es zu sehr starken Blutungen oder Beschwerden im Zusammenhang mit der Menstruation, sollte ein Frauenarzt konsultiert werden.